Matomo vs. Kakapo Analytics: Zwei Wege zur cookielosen Messung
Matomo ist die bekannteste Alternative zu Google Analytics und lässt sich selbst hosten. Kakapo Analytics verfolgt dasselbe Ziel — Messung ohne fremde Cloud —, kommt aber als reines WordPress-Plugin ohne eigene Anwendung daneben. Der Vergleich zeigt, wann welcher Weg passt.
Die kurze Antwort
Matomo ist eine vollständige Analyse-Plattform mit langer Geschichte, großem Funktionsumfang und einem eigenen Betriebsaufwand — als WordPress-Plugin, als eigene Installation oder als gehosteter Dienst. Kakapo Analytics ist ein WordPress-Plugin, das seine Daten in der Datenbank der Seite hält und ohne Cookies misst.
Wer eine Analyse-Abteilung bedient, wird bei Matomo mehr finden. Wer wissen will, was auf der eigenen Seite funktioniert, ohne dafür ein zweites System zu betreiben, kommt mit Kakapo Analytics schneller ans Ziel.
Cookielos heißt nicht automatisch einwilligungsfrei
Das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche zu schnell werden. § 25 TTDSG verlangt eine Einwilligung für das Speichern und Auslesen von Informationen im Endgerät — also für Cookies und Vergleichbares. Wer gar nichts im Gerät ablegt, fällt nicht darunter.
Damit ist die Frage aber nicht erledigt: Die anschließende Verarbeitung braucht weiterhin eine Rechtsgrundlage nach DSGVO, in der Regel das berechtigte Interesse. Beide Werkzeuge lassen sich so konfigurieren, dass das trägt — und beide lassen sich so konfigurieren, dass es nicht mehr trägt.
Kein Plugin macht eine Website rechtssicher. Es kann nur die technischen Voraussetzungen schaffen; die Einordnung bleibt eine juristische Entscheidung. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.
Wo sich die beiden unterscheiden
| Frage | Matomo | Kakapo Analytics |
|---|---|---|
| Betriebsform | Plugin, eigene Installation oder gehostet | WordPress-Plugin |
| Datenhaltung | je nach Betriebsform | Datenbank der eigenen Seite |
| Cookielos | konfigurierbar | ab Werk, ohne Cookie-Option |
| Heatmaps und Aufzeichnungen | über Erweiterungen | enthalten |
| Rage- und Dead-Clicks | über Erweiterungen | enthalten |
| A/B-tests | über Erweiterungen | enthalten |
| Rollen-Zugriff je Bereich | Benutzerverwaltung von Matomo | je WordPress-Rolle, Bereich für Bereich |
| Betriebsaufwand | eigener Aufwand je nach Betriebsform | keiner über WordPress hinaus |
| Rohdaten-Export | umfangreich | CSV je Auswertung |
Der Betriebsaufwand ist der eigentliche Unterschied
Matomo selbst zu hosten heißt: eine weitere Anwendung aktuell halten, deren Datenbank pflegen und ihre Archivierungs-Läufe im Blick behalten. Das ist beherrschbar und für größere Auswertungen die Mühe wert. Es ist aber Arbeit, die neben WordPress anfällt.
Kakapo Analytics erzeugt diesen zweiten Ort nicht. Auswertungen liegen in derselben Datenbank wie die Inhalte, werden vom selben Backup erfasst und über dieselbe Benutzerverwaltung freigegeben. Der Preis dafür ist ein kleinerer Funktionsumfang als bei einer ausgewachsenen Analyse-Plattform.
Wer welche Zahlen sehen darf
Ein Punkt, der im Alltag oft wichtiger ist als die Zahl der Berichte: Kakapo Analytics arbeitet mit einem eigenen Recht — kakapowp_analytics_view — und gibt einzelne Bereiche je WordPress-Rolle frei. Ein nicht freigegebener Bereich erscheint nicht in der Seitenleiste, und sein Panel wird gar nicht erst gebaut.
Wann Matomo die bessere Wahl ist
- Du wertest mehrere Websites oder Systeme gemeinsam aus, nicht nur WordPress
- Du brauchst tiefe Segmentierung, eigene Berichte oder eine API für Dritte
- Du hast bereits eine Matomo-Installation und willst sie nicht aufgeben
Wann Kakapo Analytics die bessere Wahl ist
- Du willst kein zweites System betreiben
- Heatmaps, Aufzeichnungen und Formular-Auswertung sollen ohne Zukauf dabei sein
- Die Zahlen sollen im selben Backup und derselben Benutzerverwaltung liegen wie die Inhalte
- Du nutzt weitere Kakapo-Plugins und willst eine Lizenz statt mehrerer
Häufige Fragen
Kann ich historische Matomo-Daten übernehmen?
Verlangsamt die Messung meine Seite?
Zählt Kakapo Analytics angemeldete Redakteure mit?
Brauche ich trotzdem ein Cookie-Banner?
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