Cookiebot vs. Kakapo Consent: Dienst oder Plugin?
Cookiebot und Kakapo Consent lösen dieselbe Aufgabe mit zwei verschiedenen Bauarten. Der Unterschied klingt technisch, hat aber eine sehr praktische Folge: Er entscheidet, wie viele Verarbeiter am Ende in deiner Datenschutzerklärung stehen.
Die kurze Antwort
Cookiebot ist ein gehosteter Dienst mit einem Scanner, der deine Website von außen durchläuft, einer gepflegten Datenbank bekannter Cookies und einem Banner, das über den Dienst ausgeliefert wird. Das ist bequem und braucht wenig Pflege.
Kakapo Consent ist ein Plugin: Der Suchlauf läuft im eigenen WordPress, die Zuordnung liegt in deiner Datenbank, das Banner kommt von deinem Server. Es gibt keinen Zwischenschritt über einen Dienst.
Wo sich die beiden unterscheiden
| Frage | Cookiebot | Kakapo Consent |
|---|---|---|
| Bauart | gehosteter Dienst | Plugin im eigenen WordPress |
| Wer verarbeitet Besucherdaten | auch der Dienst | nur du |
| Scanner | von außen, gepflegte Cookie-Datenbank | im eigenen WordPress, über die eigenen Seiten |
| Banner-Auslieferung | über den Dienst | von deinem Server |
| Einwilligungstext | Vorlagen | aus dem gemessenen Bestand, Satz für Satz mit Herkunft |
| Nachweis | Protokoll beim Dienst | Protokoll plus Hash über Text und Konfiguration, bei dir |
| Anzeigesprachen | mehrere | 38 wählbar, 11 mit mitgelieferten Bannertexten |
| Rechts-nach-links | prüfen | ja, für Arabisch, Hebräisch, Persisch, Urdu |
| Kosten | nach Umfang | eine Lizenz für sieben Plugins |
Der Unterschied, der in die Erklärung wandert
Ein Consent-Werkzeug sieht jeden Besucher — es muss ja wissen, ob schon eingewilligt wurde. Läuft es als Dienst, ist dieser Dienst ein weiterer Verarbeiter: Er gehört in das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und in die Datenschutzerklärung.
Das ist kein Argument gegen einen Dienst — es ist nur eine Zeile mehr, die stimmen muss. Wer diese Zeile vermeiden will, braucht die Bauart, bei der nichts das Haus verlässt.
Ein häufiger Fehler bei beiden Bauarten: Das Consent-Werkzeug selbst wird in der Cookie-Übersicht vergessen. Es setzt ein Cookie — das gehört aufgeführt, auch wenn es notwendig ist.
Der Scanner: außen oder innen
Ein Scanner von außen ruft Seiten auf wie ein Besucher. Das findet zuverlässig, was öffentlich lädt — und übersieht, was nur im eingeloggten Zustand, im Warenkorb oder nach dem Absenden eines Formulars kommt.
Ein Scanner im WordPress kennt die Inhalte, kann aber ebenfalls nur sehen, was auf den geprüften Seiten vorkommt. Beide Bauarten haben denselben blinden Fleck; Kakapo Consent benennt ihn in der Ergebnismeldung, statt Vollständigkeit zu suggerieren.
Wann Cookiebot die bessere Wahl ist
- Du willst dich um nichts kümmern und nimmst einen weiteren Verarbeiter in Kauf
- Du betreust Websites außerhalb von WordPress und willst ein Werkzeug für alle
- Du brauchst eine gepflegte Cookie-Datenbank, ohne selbst zuzuordnen
Wann Kakapo Consent die bessere Wahl ist
- Es soll kein weiterer Verarbeiter dazukommen
- Der Einwilligungstext soll die eigene Website beschreiben statt eine allgemeine
- Du willst den Nachweis bei dir haben, nicht bei einem Dienst
- Du nutzt ohnehin weitere Kakapo-Plugins
Was ein Banner allein nicht leistet
Der häufigste Irrtum in diesem Bereich: Ein eingebautes Banner sei die Umsetzung. Ist es nicht. Entscheidend ist, ob die Skripte vor der Einwilligung tatsächlich schweigen — und das hängt daran, wie sie eingebunden sind, nicht daran, welches Banner darüber liegt.
Ein Video, das ein Theme fest in die Seite schreibt, startet seine Verbindung, bevor das Banner überhaupt gezeichnet ist. Ein Kartendienst in einem Seitenbauer-Modul ebenso. Wer das nicht prüft, hat ein Banner, das aussieht wie Einwilligung, und einen Seitenaufruf, der schon Daten gesendet hat.
- Öffne die Seite in einem frischen privaten Fenster und klicke das Banner NICHT an.
- Öffne die Entwicklerwerkzeuge, Reiter „Netzwerk“, und lade neu.
- Filtere nach Fremd-Domains: google, facebook, doubleclick, hotjar, youtube.
- Was dort vor deinem Klick erscheint, ist genau das, was das Banner nicht blockiert.
- Erst danach lohnt es sich, über Formulierungen im Bannertext zu diskutieren.
Scanner oder gepflegte Liste?
Cookiebot ist für seinen Scanner bekannt: Er sieht deine Seite regelmäßig durch und meldet neue Cookies. Das nimmt Arbeit ab und ist der Grund, warum das Produkt bei großen Websites verbreitet ist. Der Preis dafür ist ein externer Dienst, der deine Seiten abruft.
Kakapo Consent geht den anderen Weg: eine Liste, die du pflegst, dafür ohne fremde Abfrage. Das ist weniger bequem und bei einer Seite mit fünfzig eingebundenen Diensten die schlechtere Wahl. Bei einer Seite mit fünf ist es die ehrlichere — dort weiß man ohnehin, was eingebunden ist, und die Liste ist in zehn Minuten richtig.
Häufige Fragen
Kann ich bestehende Einwilligungen mitnehmen?
Werden meine Dienste automatisch zugeordnet?
Was ist mit Google Consent Mode?
Was passiert ohne gültige Lizenz?
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