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Matomo vs. Kakapo Analytics: Zwei Wege zur cookielosen Messung

19. Juli 2026·4 Min. Lesezeit

Matomo ist die bekannteste Alternative zu Google Analytics und lässt sich selbst hosten. Kakapo Analytics verfolgt dasselbe Ziel — Messung ohne fremde Cloud —, kommt aber als reines WordPress-Plugin ohne eigene Anwendung daneben. Der Vergleich zeigt, wann welcher Weg passt.

Die kurze Antwort

Matomo ist eine vollständige Analyse-Plattform mit langer Geschichte, großem Funktionsumfang und einem eigenen Betriebsaufwand — als WordPress-Plugin, als eigene Installation oder als gehosteter Dienst. Kakapo Analytics ist ein WordPress-Plugin, das seine Daten in der Datenbank der Seite hält und ohne Cookies misst.

Wer eine Analyse-Abteilung bedient, wird bei Matomo mehr finden. Wer wissen will, was auf der eigenen Seite funktioniert, ohne dafür ein zweites System zu betreiben, kommt mit Kakapo Analytics schneller ans Ziel.

Cookielos heißt nicht automatisch einwilligungsfrei

Das ist der Punkt, an dem die meisten Vergleiche zu schnell werden. § 25 TTDSG verlangt eine Einwilligung für das Speichern und Auslesen von Informationen im Endgerät — also für Cookies und Vergleichbares. Wer gar nichts im Gerät ablegt, fällt nicht darunter.

Damit ist die Frage aber nicht erledigt: Die anschließende Verarbeitung braucht weiterhin eine Rechtsgrundlage nach DSGVO, in der Regel das berechtigte Interesse. Beide Werkzeuge lassen sich so konfigurieren, dass das trägt — und beide lassen sich so konfigurieren, dass es nicht mehr trägt.

Kein Plugin macht eine Website rechtssicher. Es kann nur die technischen Voraussetzungen schaffen; die Einordnung bleibt eine juristische Entscheidung. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Wo sich die beiden unterscheiden

FrageMatomoKakapo Analytics
BetriebsformPlugin, eigene Installation oder gehostetWordPress-Plugin
Datenhaltungje nach BetriebsformDatenbank der eigenen Seite
Cookieloskonfigurierbarab Werk, ohne Cookie-Option
Heatmaps und Aufzeichnungenüber Erweiterungenenthalten
Rage- und Dead-Clicksüber Erweiterungenenthalten
Pruebas A/Büber Erweiterungenenthalten
Rollen-Zugriff je BereichBenutzerverwaltung von Matomoje WordPress-Rolle, Bereich für Bereich
Betriebsaufwandeigener Aufwand je nach Betriebsformkeiner über WordPress hinaus
Rohdaten-ExportumfangreichCSV je Auswertung

Der Betriebsaufwand ist der eigentliche Unterschied

Matomo selbst zu hosten heißt: eine weitere Anwendung aktuell halten, deren Datenbank pflegen und ihre Archivierungs-Läufe im Blick behalten. Das ist beherrschbar und für größere Auswertungen die Mühe wert. Es ist aber Arbeit, die neben WordPress anfällt.

Kakapo Analytics erzeugt diesen zweiten Ort nicht. Auswertungen liegen in derselben Datenbank wie die Inhalte, werden vom selben Backup erfasst und über dieselbe Benutzerverwaltung freigegeben. Der Preis dafür ist ein kleinerer Funktionsumfang als bei einer ausgewachsenen Analyse-Plattform.

Wer welche Zahlen sehen darf

Ein Punkt, der im Alltag oft wichtiger ist als die Zahl der Berichte: Kakapo Analytics arbeitet mit einem eigenen Recht — kakapowp_analytics_view — und gibt einzelne Bereiche je WordPress-Rolle frei. Ein nicht freigegebener Bereich erscheint nicht in der Seitenleiste, und sein Panel wird gar nicht erst gebaut.

Wann Matomo die bessere Wahl ist

Wann Kakapo Analytics die bessere Wahl ist

Häufige Fragen

Kann ich historische Matomo-Daten übernehmen?
Nein. Die Datenmodelle unterscheiden sich zu stark, und eine halbe Übernahme wäre irreführender als ein sauberer Schnitt. Üblich ist: altes System noch eine Weile mitlaufen lassen, dann abschalten.
Verlangsamt die Messung meine Seite?
Die Messung schreibt einen Datensatz in die eigene Datenbank und holt beim Seitenaufbau nichts von fremden Servern. Was bleibt, ist eine Datenbank, die wächst — dafür gibt es Aufbewahrungsfristen.
Zählt Kakapo Analytics angemeldete Redakteure mit?
Nein, angemeldete Redakteure bleiben ausgenommen. Sonst misst du vor allem deine eigene Arbeit.
Brauche ich trotzdem ein Cookie-Banner?
Für die Messung selbst nicht, solange nichts im Endgerät gespeichert wird. Sobald andere Dienste auf der Seite Cookies setzen — Karten, Videos, Werbung —, brauchst du eines ohnehin.

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