Borlabs Cookie vs. Kakapo Consent: Was ein Banner leisten muss
Ein Cookie-Banner ist in zehn Minuten eingebaut. Ob er hält, was er verspricht, entscheidet sich an drei Stellen: ob Skripte wirklich blockiert werden, bevor jemand zustimmt; ob sich die Zustimmung später nachweisen lässt; und ob der Banner mitbekommt, wenn ein neues Werkzeug dazukommt.
Die kurze Antwort
Borlabs Cookie ist im deutschsprachigen Raum weit verbreitet und bringt viele fertige Vorlagen für gängige Dienste mit. Kakapo Consent setzt den Schwerpunkt auf das Protokoll: granulare Einzel-Cookie-Zustimmung, Script-Blocking bis zur Zustimmung, Scanner und ein Nachweis, der sich exportieren lässt.
Script-Blocking ist die eigentliche Arbeit
Ein Banner, der nur fragt und nichts blockiert, ist Dekoration: Das Skript hat den Cookie längst gesetzt, bevor der Besucher die Schaltfläche sieht. Die Frage an jedes Consent-Plugin lautet deshalb, ob es Skripte vor der Zustimmung zurückhält — und was mit eingebetteten Inhalten passiert, die dadurch fehlen.
Kakapo Consent hält Skripte zurück und ersetzt blockierte Einbettungen durch einen Platzhalter, über den sich der Inhalt einzeln freischalten lässt. Ein leerer weißer Kasten ohne Erklärung ist die häufigste Beschwerde nach dem Einbau eines Banners.
Wo sich die beiden unterscheiden
| Frage | Borlabs Cookie | Kakapo Consent |
|---|---|---|
| Fertige Dienst-Vorlagen | viele, gepflegt | Scanner findet, was tatsächlich läuft |
| Einwilligung je Cookie | je nach Fassung | granular, Cookie für Cookie |
| Nachweis-Export | je nach Fassung | Protokoll mit Export |
| Cookie-scanner | vorhanden | vorhanden, findet auch Neuzugänge |
| Google Consent Mode v2 | unterstützt | unterstützt |
| IAB TCF | je nach Fassung | unterstützt |
| Rechtstext-Generator | vorhanden | vorhanden |
| Google Fonts lokaal | über Zusatzschritte | eigener Bereich im Plugin |
| Zugriff je Rolle | Administratorrecht | eigenes Recht, für weitere Rollen freischaltbar |
Der Nachweis ist der Teil, an den niemand denkt
Die DSGVO verlangt, dass eine Einwilligung nachweisbar ist. Praktisch heißt das: Wenn in zwei Jahren jemand fragt, muss sich sagen lassen, wann wer worin eingewilligt hat und welcher Text damals dort stand. Ein Banner, der nur einen Cookie mit „ja“ setzt, kann das nicht.
Prüfe vor dem Kauf, ob sich das Protokoll exportieren lässt — und sieh dir einen Export einmal an. Ein Nachweis, den man nicht herausbekommt, ist im Ernstfall keiner.
Was passiert, wenn ein neues Werkzeug dazukommt
Der typische Fehler ist nicht der Einbau, sondern das halbe Jahr danach: Jemand baut ein Chat-Fenster ein, und der Banner weiß nichts davon. Ein Scanner, der regelmäßig läuft und meldet, was neu dazugekommen ist, ist deshalb wichtiger als eine lange Liste vorgefertigter Vorlagen.
Wann Borlabs Cookie die bessere Wahl ist
- Du willst möglichst viele Dienste per fertiger Vorlage abdecken
- Dein Team kennt das Werkzeug bereits und die Einrichtung sitzt
- Du brauchst keine Anbindung an weitere Bausteine
Wann Kakapo Consent die bessere Wahl ist
- Der Nachweis muss exportierbar und lesbar sein
- Zustimmung soll je einzelnem Cookie möglich sein, nicht nur je Gruppe
- Die Redaktion soll den Banner pflegen dürfen, ohne Administrator zu sein
- Du nutzt weitere Kakapo-Plugins und willst eine Lizenz
Häufige Fragen
Kann ich bestehende Einwilligungen übernehmen?
Blockiert das Plugin auch, was das Theme lädt?
Brauche ich TCF?
Macht mich ein Banner abmahnsicher?
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