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Borlabs-Cookie-Alternative: sechs Fragen vor dem Wechsel

7. Juli 2026·3 min. leestijd

Ein Consent-Plugin sitzt auf jeder Seite und ist das Erste, was ein Besucher sieht. Es zu wechseln ist deshalb kein reiner Plugin-Tausch: Texte, Kategorien und Nachweise ziehen mit um. Diese sechs Fragen klären vorher, ob die Alternative den Aufwand wert ist.

1. Blockiert sie wirklich, bevor gefragt wird?

Der Test dauert eine Minute: Seite im privaten Fenster öffnen, Entwicklerwerkzeuge auf, Reiter „Netzwerk“, und schauen, was lädt, bevor du irgendetwas anklickst. Was dort schon durchgeht, blockiert auch die Alternative nicht.

2. Kann sie einzelne Cookies, nicht nur Gruppen?

Gruppen sind bequem, aber grob: Wer „Statistik“ ablehnt, lehnt damit auch das ab, was er vielleicht erlaubt hätte. Kakapo Consent lässt die Zustimmung je einzelnem Cookie zu — das ist mehr Arbeit bei der Einrichtung und weniger Streit hinterher.

3. Bekommt sie mit, wenn etwas Neues dazukommt?

Ein Scanner, der einmal beim Einbau lief, ist ein Foto. Gebraucht wird ein Film. Frage: Läuft der Scan nach Zeitplan, und meldet er, was seit dem letzten Lauf neu ist?

4. Was sieht der Besucher, wenn etwas blockiert ist?

Eine weiße Fläche, wo ein Video sein sollte, kostet mehr Besucher als das Banner selbst. Prüfe, ob die Alternative Platzhalter setzt, die erklären, was fehlt — und die sich einzeln freischalten lassen, ohne allem zuzustimmen.

5. Lässt sich der Nachweis herausbekommen?

Nicht „gibt es ein Protokoll“, sondern: Kannst du es exportieren, und ist der Export lesbar? Kakapo Consent hält je Einwilligung fest, worin eingewilligt wurde und welcher Text zu diesem Zeitpunkt galt.

Der Nachweis muss zeigen, welcher Text damals galt — nicht der heutige. Ändert sich der Banner-Text, ändert sich nicht rückwirkend, worin jemand eingewilligt hat.

6. Wer darf den Banner pflegen?

Wenn nur Administratoren an den Banner dürfen, landet jede Textänderung bei der Person mit den meisten Rechten. Kakapo Consent bringt ein eigenes Recht mit, das sich weiteren Rollen geben lässt — nur das Vergeben dieses Zugriffs bleibt beim Administrator.

Der Umstieg in fünf Schritten

  1. Exportiere das Protokoll des alten Plugins und lege es zur Aufbewahrungsfrist ab.
  2. Installiere das neue Plugin, lass den Scanner laufen und sieh dir an, was er findet.
  3. Baue die Kategorien und Texte nach — nicht abschreiben, sondern prüfen, was noch stimmt.
  4. Teste im privaten Fenster, was vor der Zustimmung lädt.
  5. Erst dann das alte Plugin deaktivieren; zwei Banner gleichzeitig verwirren Besucher und Protokoll.

Häufige Fragen

Muss ich nach dem Wechsel neu fragen?
In aller Regel ja. Ändern sich Text oder Kategorien, deckt die alte Einwilligung das Neue nicht ab.
Verliere ich meine alten Nachweise?
Nicht, wenn du sie vor dem Wechsel exportierst. Danach bewahrst du die Datei so lange auf, wie deine Aufbewahrungsfrist läuft.
Was ist mit Google Fonts?
Werden sie von fremden Servern geladen, gehören sie in die Einwilligung — oder du lieferst sie lokal aus. Kakapo Consent hat dafür einen eigenen Bereich.
Wie viele Kategorien sind sinnvoll?
So wenige wie möglich. Jede zusätzliche Kategorie ist eine Entscheidung, die der Besucher treffen muss, und senkt die Zustimmungsquote.

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