Website-Statistik ohne Google: was du wirklich messen musst
Statistik wird meist eingebaut, weil man sie haben soll, und dann höchstens alle paar Monate angesehen. Das liegt selten am Werkzeug: Es liegt daran, dass niemand vorher festgelegt hat, welche Frage die Zahlen beantworten sollen.
Zuerst: welche Entscheidung hängt daran?
Eine Zahl ist nur dann nützlich, wenn eine Handlung von ihr abhängt. „Wir hatten 4.812 Besucher“ ist keine Entscheidung. „Zwei Drittel kommen über eine Seite, auf der kein Kontaktweg steht“ ist eine.
Deshalb lohnt es sich, mit drei Fragen anzufangen — und nur zu messen, was sie beantwortet.
Die fünf Zahlen, die tragen
| Kennzahl | Welche Frage sie beantwortet |
|---|---|
| Einstiegsseiten | Wo Leute ankommen — dort muss der nächste Schritt stehen |
| Ausstiegsseiten | Wo sie aufhören — dort fehlt etwas |
| Quellen | Woher sie kommen, also worin sich Aufwand lohnt |
| Zielabschlüsse | Ob überhaupt passiert, was passieren soll |
| Suchbegriffe | Wonach gesucht wurde, bevor sie kamen |
Was hier fehlt, fehlt mit Absicht: Verweildauer und Absprungrate sind bei den meisten Seiten zu ungenau, um darauf etwas zu bauen. Sie schwanken mit Bots, Vorab-Ladevorgängen und der Art, wie das Werkzeug zählt.
Wo die Daten liegen — und warum das die Hauptfrage ist
Jede Statistik verarbeitet personenbezogene Daten, mindestens die IP-Adresse. Damit stellt sich immer dieselbe Frage: Wer verarbeitet sie, wo, und braucht es dafür einen Vertrag?
- Ein gehosteter Dienst: bequem, aber ein weiterer Verarbeiter im Verzeichnis — und je nach Sitz die Frage nach der Drittlandübermittlung
- Ein selbst betriebener Dienst: volle Kontrolle, dafür ein Server, der gepflegt werden will
- Ein Plugin in WordPress: nichts verlässt das Haus, dafür wächst die eigene Datenbank
Kakapo Analytics ist der dritte Weg: Messung und Auswertung laufen im eigenen WordPress. Der ehrliche Preis dafür ist die wachsende Datenbank — deshalb gehört die Aufbewahrung zu den ersten Einstellungen, nicht zu den letzten.
Braucht es dafür ein Cookie-Banner?
Das hängt daran, was du einschaltest, nicht daran, welches Produkt draufsteht. Eine anonymisierte Zählung ohne Wiedererkennung und ohne Speicherung auf dem Gerät ist eine andere Lage als eine Aufzeichnung ganzer Sitzungen.
Diese Einordnung gehört zu deiner Datenschutzerklärung und zu jemandem, der dein Geschäft kennt. Eine Produktbeschreibung — auch diese — kann sie nicht ersetzen.
Wenn Zahlen allein nicht reichen
Manchmal weiß man, DASS jemand abbricht, aber nicht warum. Dafür gibt es Werkzeuge jenseits der Zählung: Heatmaps zeigen, wo geklickt wird; eine Formular-Auswertung zeigt, an welchem Feld aufgegeben wird; eine Aufzeichnung zeigt den Weg.
Das sieht mehr als eine Zählung, und deshalb gehört die Entscheidung dafür bewusst getroffen. Kakapo Analytics maskiert Eingabefelder in Aufzeichnungen ab Werk — was in einem Feld getippt wird, gehört nicht in eine Auswertung.
Der Umstieg von Google Analytics
- Lade dir die Berichte für die Zeiträume herunter, die du behalten willst — historische Zahlen wandern nie mit.
- Richte das neue Werkzeug ein und lass beide zwei Wochen parallel laufen.
- Vergleiche Größenordnungen, nicht exakte Zahlen. Zehn bis zwanzig Prozent Unterschied sind normal.
- Setz die Aufbewahrung, bevor Daten auflaufen.
- Entferne das alte Skript und prüfe die Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
Warum zeigen zwei Werkzeuge verschiedene Zahlen?
Verliere ich meine Daten aus Google Analytics?
Wie stark wächst die Datenbank?
Kann ich mehrere Websites zusammen auswerten?
Was passiert ohne gültige Lizenz?
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