Plausible vs. Kakapo Analytics: Zahlen ohne Fremdserver
Wer von Google Analytics wegwill, landet schnell bei Plausible: schlank, datensparsam, hübsch. Die Frage, die dabei oft untergeht, ist nicht „welches Werkzeug misst besser“, sondern wo die Daten liegen und wer sie verarbeitet.
Die kurze Antwort
Plausible ist ein gehosteter Statistikdienst mit einem sehr kleinen Skript, klaren Berichten und einer Selbst-Hosting-Möglichkeit für alle, die den Server selbst betreiben wollen. Die Auswertung läuft außerhalb von WordPress.
Kakapo Analytics ist ein Plugin: Es misst im eigenen WordPress, speichert in der eigenen Datenbank und zeigt die Auswertung im Backend. Dazu kommen Dinge, die ein reines Statistikwerkzeug nicht macht — Heatmaps, Session-Replay, Formular-Auswertung, Funnels.
Kurz: Wer nur Besucherzahlen will, ohne Datenbank zu belasten, ist mit Plausible schnell fertig. Wer verstehen will, was Besucher auf einer Seite tun, und alles im eigenen Haus behalten möchte, ist bei Kakapo Analytics richtiger.
Was beide können
- Seitenaufrufe, Besucher, Verweise und Quellen
- Auswertung ohne Wiedererkennung über Websites hinweg
- Ziele und Ereignisse
- Berichte für einen frei wählbaren Zeitraum
- Betrieb ohne Google
Wo sich die beiden unterscheiden
| Frage | Plausible | Kakapo Analytics |
|---|---|---|
| Wo die Daten liegen | beim Dienst oder auf deinem eigenen Server | in deiner WordPress-Datenbank |
| Auftragsverarbeitung nötig | bei gehostetem Betrieb ja | nein, es verlässt nichts das Haus |
| Last auf der WordPress-Datenbank | keine | sie wächst mit; Aufbewahrung ist einstellbar |
| Heatmaps | — | ja, nach Gerät getrennt |
| Session-Replay | — | ja |
| Formular-Auswertung | — | ja, inkl. Abbruchfeld |
| Funnels | ja | ja |
| Betrieb ohne Einwilligung | je nach Ausgestaltung prüfen | anonymisiert möglich; die Entscheidung bleibt deine |
| Eigener Server nötig | für Selbst-Hosting ja | nein, WordPress genügt |
| Teil eines Bündels | eigenständiger Dienst | ein Login für sieben Plugins |
Der Unterschied, der die Auswahl entscheidet
Plausible und Kakapo Analytics beantworten verschiedene Fragen. Plausible sagt sehr sauber, wie viele Leute kamen und woher. Kakapo Analytics sagt zusätzlich, was sie getan haben — wo sie geklickt haben, wo sie im Formular abgebrochen sind, wie weit sie gescrollt haben.
Das ist kein Qualitätsunterschied, sondern ein Zweckunterschied. Für einen Blog reicht die erste Frage. Für einen Shop, der wissen will, warum der Warenkorb leer bleibt, reicht sie nicht.
Session-Replay und Heatmaps sind kein Selbstzweck: Sie sehen mehr als eine Zählung. Prüfe vor dem Einschalten, ob du sie wirklich brauchst, und schalte Eingabefelder in der Aufzeichnung aus — Kakapo Analytics maskiert sie ab Werk.
Was die Datenbank angeht
Ein Plugin, das jeden Aufruf speichert, lässt die Datenbank wachsen. Das ist der ehrliche Preis dafür, dass nichts das Haus verlässt. Entscheidend ist deshalb, ob sich die Aufbewahrung begrenzen lässt und ob alte Daten selbsttätig verschwinden — bei Kakapo Analytics beides einstellbar, samt Löschlauf für einzelne Bereiche.
Wann Plausible die bessere Wahl ist
- Du willst nur Besucherzahlen, sauber und schnell
- Deine Datenbank soll nicht wachsen
- Du misst mehrere Websites, auch außerhalb von WordPress
- Du willst kein weiteres Plugin im Backend
Wann Kakapo Analytics die bessere Wahl ist
- Es soll nichts an einen Dienst gehen, auch keine Aggregate
- Du willst wissen, was auf der Seite passiert, nicht nur wie viele kamen
- Die Auswertung soll im selben Backend liegen wie die Inhalte
- Du nutzt ohnehin weitere Kakapo-Plugins
Umstieg: was zu tun ist
- Lade dir die Berichte des alten Werkzeugs für die Zeiträume herunter, die du behalten willst — historische Zahlen wandern nicht mit.
- Installiere Kakapo Analytics und trage den Lizenzschlüssel ein.
- Lass beide zwei Wochen parallel laufen und vergleiche die Größenordnung, nicht die exakten Zahlen.
- Setz die Aufbewahrung, bevor Daten auflaufen.
- Entferne erst danach das alte Skript.
Zwei Messwerkzeuge liefern nie dieselben Zahlen. Unterschiede von zehn bis zwanzig Prozent sind normal — sie zählen Bots, Vorab-Ladevorgänge und wiederkehrende Besucher unterschiedlich.
Häufige Fragen
Kann ich meine bisherigen Zahlen mitnehmen?
Brauche ich dafür ein Cookie-Banner?
Wie stark wächst die Datenbank?
Sehe ich Zahlen mehrerer Websites zusammen?
Was passiert ohne gültige Lizenz?
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